Vom Schulprojekt zum Sommerfest
Die Musikgesellschaft Haslen lud am Freitag, 3. Juli, zum alljährlichen Sommerfest. Ab 17 Uhr wurde im Oberbüel eine Festwirtschaft betrieben und fleissig musiziert. Den gelungenen Auftakt machte ein aussergewöhnliches Schülerkonzert: 20 Kinder zeigten, was sie in vier Projektwochen gelernt hatten. Am 3. Juli bestritten Schülerinnen und Schüler den Einstieg ins Programm des Sommerfestes der Musikgesellschaft Haslen (MGH). Mit spürbarer Spielfreude traten sie vor das zahlreiche Publikum in der Festwirtschaft. Moderiert vom Dirigenten Andreas Koller folgten im Anschluss Klänge der Jungbläser und Ständchen der Musikgesellschaft und der Stegräfler. Im Ursprung sei das Sommerfest eigentlich «nur» als Helferessen geplant gewesen, erzählten Guido Inauen und Bruno Rechsteiner mit Blick auf die volle Halle beim Kiesplatz im Oberbüel. Zu ihrer Freude hat sich der Anlass zu einem beliebten Dorffest gemausert, das offen für alle ist.
Doch zurück zu den 20 Kindern, die das Sommerfest eröffneten: Auf Initiative des Musiklehrers Matthias Keller waren die Schlatt-Hasler Primarschüler von der MGH in die Welt der Blechblasinstrumente geführt worden. In einer Lektion pro Woche durften die 1.- bis 6.-Klässler Instrumente ausprobieren und vier Stücke gemeinsam einüben. «Wir hatten von Anfang bis zum Schluss sehr viel Spass», war eine der Schülerstimmen nach den Blasmusiklektionen – ein Fazit, das Guido Inauen teilt. Der Präsident der MGH sagt: «Solche Projekttage führte Matthias Keller schon andernorts durch und er fragte uns an, ob man auch welche in Haslen machen könnte.» Es wurden offene Türen eingerannt. «Total entkoppelt vom Musikverein haben wir Instrumente und ein wenig Zeit zur Verfügung gestellt», so Inauen weiter. Damit habe der Lehrplan im Bereich Musik unterstützt werden können, was vonseiten der Schule sehr begrüsst worden sei. «Auch bei den Lehrern ist das Projekt gut angekommen», erklärt Bruno Rechsteiner, Vizepräsident und Flügelhornspieler bei der MGH. Er war eine der treibenden Kräfte beim Einsatz in der Schule und darf sich nun am Ergebnis freuen: «Wir konnten die Kinder förmlich packen.» Mit dem Abschlusskonzert habe man ein gemeinsames Ziel verfolgt und dabei ein Miteinander erlebt. Dass die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler nachhaltig ist, zeigt sich in den Anmeldungen für die Musikschule: Sie hat 15 Neueintritte bekommen. «Das ist gigantisch schön für uns», sagt Guido Inauen glücklich. Denn Nachwuchssorgen beschäftigen auch die Musikvereine.
Text und Bilder: Matthias Brülisauer
