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Farbenprächtige Zeitreise in die 90er

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Das Programm der Hasler Fasnacht gestaltete sich am Samstag, 7. Februar, vielseitig und bunt. Mit «Back to 90’s» gaben die organisierenden Lischtchlepfer ein Motto vor, das dankbar aufgenommen wurde. Unzählige «Maschgere» bewiesen grossen Einfallsreichtum.

Am Samstag um 13.45 Uhr war Startschuss für eine knallbunte Hasler Fasnacht. Die Lischtchlepfer hatten wieder ein beachtliches Programm auf die Beine gestellt. Angeführt von der Hasler Gugge machten sich sieben kreativ und aufwändig gestaltete Umzugswagen auf den Weg vom Oberbüel zur Mehrzweckanlage. Die Sujets warfen ganz getreu dem Motto «Back to 90’s» den Blick zurück in eine Zeit, als Leimensteig noch ein Schlittelrennen kannte, Tötschbahnen den Chilbibatzen auffrassen, Mario Kart Konsolen heisslaufen liess, Kaugummis zum Lifestyle gehörten, Thomas Sutter sich zum Schwingerkönig krönte und Aromat dem Speiseplan Würze verlieh. Von den teilweise bis 50-köpfigen Umzugsnummern gefiel der Jury schliesslich die Schar Autoscooter am besten. Bei den Gruppenmasken überzeugte die Verkleidung als Sinalco-Flaschen, sie holte den ersten Preis. Nach der Maskenprämierung lud ein Spaghettiplausch die Familien zum Verweilen in der Turnhalle ein, ehe um 19 Uhr das Guggenkonzert auf dem Dorfplatz wartete. Was die Lischtchlepfer bescheiden als «Mönschterli» angekündigt hatten, war ein veritables Monsterkonzert der sechs Gastguggen. Kaum waren um 20 Uhr dessen letzten Töne verklungen, öffneten sich die Türen für den Maskenball in der Mehrzweckanlage. Wie schon in den Vorjahren wurden auch diesmal zusätzlich ein «Kafizölt» und eine Silent-Disco – darin spielte die Musik im Kopfhörer – geboten.

Mit «Guten Abend Schweiz» stieg eine Musikgrösse aus den 90ern in den Abend im «Kafizölt» ein: Wolfgang Petry. Nun ja, fast. Der Frontsänger der «Waldhöckler» hatte das Thema des Tages aufgegriffen und gab mit Schnauz, Perücke und haufenweise Freundschaftsbändern einen fast perfekten Doppelgänger des deutschen Schlagersängers. Auch in puncto Stimmung musste sich das Quartett nicht hinter dem Original verstecken. Mit ihrem Ländler-Party-Sound rissen sie das Publikum von den Bänken. Für 1000 Besucher hatten die Lischtchlepfer ihr abendliches Fasnachtsangebot ausgelegt – und es wurde voll.

Text und Bilder: Matthias Brülisauer

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